• Hundewelten Blog

Hundewelten -Blog

Nach Tags filtern: alphatier auslandshunde designerhund egoismus gedankenlos geschlechtsspezifisch hunde hundeerziehung hundefutter hundehandel hundetrainer hundetreff kinderlieb krankheit körperaktiv leinenzwang lösen prada rangordnung rasse raubtier schlafbedürnis schlafen thorndike tierschutzgedanke training triebe tutnix unwort verhaltensforschung vorgeschichte wahnsinn weitergedacht welpenspielgruppe züchter überforderungborder-mopsdominanzethologiefamilienhundgenderhundebegegnunghundeernährunghundehaltungkonditionierungkörpersprachetierschutzwahnsinnübergewicht

Der kinderliebe Familienbegleithund

oder die geheimen Veranlagungen unserer Hunde

Gibt es sie wirklich?, die allseits beliebten Familienhunde, die getreuen Begleithunde oder die kinderlieben Hunde und wo kann man sie kaufen? Vorausgesetzt es gäbe rassespezifische Eigenschaften wie z.B. “familienfreundlich” und “kinderlieb”, welchen Zuchtkriterien unterliegen diese Rassen?

Haben Sie sich eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, ob solche eindeutig emotionalen Beschreibungen für das Raubtier Hund überhaupt zutreffend sein können und wenn ja, was unterscheidet einen kinderlieben Familienhund von anderen Hunden?

Wieder einmal mehr werden Menschen, die sich einen Hund anschaffen möchten für dumm verkauft und über die “wahren” Wesenszüge des Hausraubtieres Hund im Unklaren gelassen. Was muss denn noch alles passieren, damit unsinnige Betitelungen wie “familienfreundlich” und “kinderlieb” aus den Köpfen der Züchter bei der Vermittlung von Welpen verschwinden und wie viele Hunde müssen noch eingeschläfert werden, weil Tierheime wieder einmal einen “kinderlieben” Hund vermittelt haben, der dann “plötzlich” doch das Kind gebissen hat.

Was aber ist nun ein Familienhund?

Ein Tier welches spezielle Eigenschaften wie Loyalität, Treue sowie Anteilnahme am Familienleben besitzt, wo wir doch alle wissen, dass Hunde ausschließlich trieborientiert und zu menschlichen Emotionen so wie wir sie kennen, nicht fähig sind, oder handelt es sich evtl. um versteckte genetische Veranlagungen, die nur in einer Familie zu Tage treten?

Noch schwieriger nachzuvollziehen und im höchsten Maße gefährlich ist es aber, einen Hund als “kinderlieb” zu bezeichnen. Rund 80.000 Kinder werden jährlich alleine in Deutschland von einem Hund gebissen, dabei handelt es sich um die registrierten Vorfälle – die Dunkelziffer könnte doppelt so hoch sein.

Das diese Vorfälle nun ausschließlich von so genannten “Listenhunden” verursacht werden ist eher unwahrscheinlich. Labrador oder Liebrador, Border Collie oder Kinder Collie, welche von den rund 400 Hunderassen ist denn nun wirklich “kinderlieb” oder besonders “familienfreundlich” und warum werden dem ressourcengesteuerten Beutegreifer “Hund” wieder einmal rein menschliche Eigenschaften angedichtet, die er gar nicht erfüllen kann?

Wir sprechen dem Hund sicherlich nicht die Sozialkompetenz und damit die Fähigkeit zum Zusammenleben in der Gemeinschaft oder die Bereitschaft zur Unterordnung ab, dennoch existieren diese auf reiner Triebbasis und nicht auf menschlichen Emotionen. Selbst der Fortpflanzungstrieb ist beim Menschen heute mehr Lust als Erhalt seiner Rasse, beim Hund hingegen ausschließlich die genetisch veranlagte Selbsterhaltung seiner Spezies. Wen wundert es also, wenn angeblich “kinderliebe” Hunde ihre Ressourcen wie Futter, Territorium, Beute etc. auch und gerade Kindern gegenüber unter Aggression verteidigen oder wenn die angeblichen “Familienhunde” trotzdem massives Fehl- und Problemverhalten zeigen, weil diese Hunde Begriffe wie “kinderlieb” und “familienfreundlich” gar nicht kennen und sich dementsprechend auch nicht danach verhalten können.

Wenn wir dem Hund rassetypische Eigenschaften wie z.B. Hütetrieb, Stöbertrieb, Futter- und Beutetrieb sowie Rudel- und Meutetrieb zusprechen, warum kennt man dann den “Kinderliebtrieb”, “Begleittrieb” oder den “Familientrieb” nicht? Ganz einfach…. Weil es sie nicht gibt!

Wir fordern alle Leser dieses Artikels, insbesondere alle Züchter und Tierheime auf, mitzuhelfen und einen Beitrag zur besseren Verständigung zwischen Mensch und Hund zu leisten, indem absurde und gefährliche Aussagen zum Hundeverhalten künftig aus dem Wortschatz des Menschen verschwinden.

www.antwort-hund.de

Schlaf mein Hündchen schlaf...

Kürzlich erzählte mir eine Bekannte dass sie sich aufgrund privater Umstände und der neuen Berufstätigkeit von ihrem Hund trennen müsse. Sie könne das Tier mangels Zeit nun nicht mehr ausreichend beschäftigen.

Auf meine Frage: "Wer denn am Wochenende, wenn sie 8 Stunden schläft, mit dem Hund hinaus geht", schwieg sie nachdenklich und sagte dann: "Ja ok, ABER dann bin ich bei ihm!"

"Und WIE beschäftigst du deinen Hund, während du schläfst?" Wieder nachdenkliches Schweigen.

"Vielleicht solltest du dich einfach entspannen und deinen Hund behalten, sagte ich.“

Solange der Hund kein Problem mit dem Alleinbleiben hat, sind wir doch nur "Sklave" unseres Gewissens, unserer Vorstellung "WIE" Hundehaltung zu sein hat und beugen uns den vermeintlichen  Ansprüchen der Hunde-Gesellschaft!

Hunde haben je nach Alter und Gesundheitsstatus ein Schlafbedürfnis von 17 bis 22 (!) Stunden.

Das beinhaltet reine Schlafphasen mit insgesamt ca. 6-8 Stunden und in der restlichen Zeit dösen und ausruhen.
Ein andauernder Schlafmangel ist für die Gesundheit unseres Hundes nicht weniger schädlich als für uns.

Woher kommt eigentlich die Annahme, Hunde müssen stundenlang am Tag beschäftigt und "ausgepowert" werden?

Warum sitzt das in unseren Köpfen so fest und treibt uns in unserem Bewegungsdrang dazu, unsere Hunde permanent zu überfordern?

Es gibt Tiere. die nie gelernt haben zur Ruhe zu kommen, total überdreht sind und als Problemhund beim Therapeuten landen, dabei müssten sie doch eigentlich nur einfach mal richtig ausschlafen.

Hunde haben im Lauf der Evolution gelernt uns ständig zur Verfügung zu stehen und nehmen sich selbst eher selten oder gar nicht zurück, auch wenn sie durchaus spüren, das sie müde sind.

Hunde haben nicht gelernt sich selbst die nötige Ruhe zu geben die ihr Körper braucht. In seiner Fixierung, seiner starken Abhängigkeit und seinem Drang nichts Wichtiges zu verpassen, kommt Ausruhen und Schlafen häufig zu kurz.

Unterstützen Sie ihren Hund um seinen Bedarf an Ruhe und Schlaf zu decken und zwar täglich 17 bis 22 Stunden.

Genießen Sie Ihren Hund!
www.antwort-hund.de